Partnerschaft vertieft

Vom 9. bis zum 14. August ist die Heilbronner Partnerstadt Solothurn zu Gast auf der Bundesgartenschau in Heilbronn.
Die Städtepartnerschaft zwischen Solothurn und Heilbronn besteht „offiziell“ seit 1981.
Doch die Beziehungen reichen viel weiter zurück.
Heilbronn und Solothurn verbindet schon seit der Zeit nach dem ersten Weltkrieg die „Schweizerhilfe“, die der Kanton Solothurn und das Berner Seeland in der Zwischenkriegszeit in Heilbronn eingerichtet hatten.
In dieser Notzeit verteilten sie neben Kleidern und Schuhen auch Lebensmittel.
So hatte die „Schweizer Küche“ in Heilbronn allein von Februar bis Mai 1924 rund 70.000 Liter Suppe an Bedürftige ausgegeben.
Darauf stützen sich viele Verbindungen noch aus dieser Zeit und führten zu einer beispiellos gepflegten intensiven Partnerschaft zwischen Heilbronn und Solothurn, die in regelmäßigen gegenseitigen Besuchen ihre Höhepunkte haben.
Jetzt bereichert die Stadt Solothurn während der BUGA diese mit ihrer Vielfalt an Kultur während einer ganzen Woche und vertieft damit ein weiteres Mal die schon sehr freundschaftlichen Beziehungen beider Städte.

Ein BuGa-Freunde-Team mit dem Solothurner Künstler Ulrich Studer (rechts im Bild) beim Aufstellen und Zünden der Kerzen (linke Reihe)

Auftakt war am Freitagabend der gemeinsamen Eröffnungsabend mit einer Solothurner Delegation des Gemeinderats und der Verwaltung mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Heilbronn.
Parallel dazu sollte der Höhepunkt eine Lichtinstallation des Solothurner Künstlers Ulrich Studer unter dem Titel „Denn keiner trägt das Leben allein – 6.500 Lichter für Heilbronn“ werden.
Über 150 Helfer aus dem Freundeskreis der Bundesgartenschau halfen beim Aufbau und dem Anzünden der Kerzen mit.
Doch während der Eröffnungsfeier im Holzpavillon zog am späten Freitagabend ein orkanartiger Regen mit heftigem Gewitter über das Gelände und löschte die 6.500 Lichter der Installation wieder aus – ganz wie am Abend des 4. Dezember 1944 als die Heilbronner Altstadt zerstört wurde und 6.500 Heilbronner bei einem verheerenden Bombenangriff ihr Leben verloren.
An dieses Ereignis, als englische Bomber die Innenstadt in 37 Minuten in Schutt und Asche legten und über 6.500 Personen getötet wurden, sollte die Lichtinstallation erinnern.

Lichtinstallation auf der Wassertreppe

Ein Teil der aktiven Freunde der Bundesgartenschau ließ sich von dem freitäglichen Wetterereignis nicht entmutigen und zündeten die Kerzen am Samstagabend erneut an.
Die Beleuchtung entlang des Neckars bis zum Wohlgelegen, am Floßhafen, dem Karlsee und dem Höhenweg verzauberten das Gelände zur Freude von schätzungsweise rund 35.000 Besuchern auf eine besondere Weise.

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